Der Lack

Sie befinden sich im Archiv der Website des Meisterateliers für Geigenbau Martin Schleske. Das Archiv enthält frühere (veraltete) Inhalte unserer Website.

Nahezu 300 unterschiedliche Lackrezepturen und –behandlungen wurden seit 1988 im eigenen Labor untersucht.

EIGENE REZEPTUREN

Kein anderer Aspekt des Geigenbaus provoziert regelmäßig abenteuerlichere Theorien als das verheißungsvolle Thema Geigenlack. „Beim Bau meiner Instrumente“, so der leidenschaftliche ‚Lack-Alchemist‘ Martin Schleske, „lege ich nicht nur höchste Priorität auf das optische Erscheinungsbild der (handaufgetragenen) Lackierung (Fotogalerie), sondern auch auf die Entwicklung der eigenen Lackrezeptur: Alle Grundierungen, Pigmente und Öllacke werden in meinem Atelier selbst hergestellt.“

Die Färbung der Lackierung entsteht aus der Krappwurzel, durch die unter Zusatz verschiedener Salze eine große Bandbreite unterschiedlicher Farbnuancen geschaffen werden kann.

EIGENE FORSCHUNG

Intensive Forschungsarbeiten des MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE (Holz- und Lackanalysen) konnten aufzeigen, in welch großem Ausmaß die Lackierung die akustischen Eigenschaften der Geige beeinflußt und wie sie damit deren Klang formt. Innerhalb der vergangenen Jahre wurde so das Lackrezept des MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE unentwegt akustisch verfeinert. Anstatt über das Geheimnis des Stradivari Lackes zu spekulieren, wurden im Labor des Meisterateliers zahlreiche Instrumente der Cremoneser Großmeister in ihren Dämpfungseigenschaften analysiert und mit dem akustischen Dämpfungs-Werdegang der eigenen Lackierung vergleichen. Für MARTIN SCHLESKE ist das Ergebnis dieser Forschung nicht die diffuse Behauptung, das „originale Stradivari-Rezept“ wiederentdeckt zu haben, sondern die Überzeugung, eine eigene Lackierung (das meistgehütete „Werkstattgeheimnis“ des MEISTERATELIERS!) entwickelt zu haben, deren akustische Eigenschaften denen der Cremoneser Meister ebenbürtig sind. Das Ergebnis sind neu entstehende Instrumente mit einer ungeheuer leichten Ansprache und einem samtigen, tragfähigen Ton. Zur Vertiefung der akustischen Geheimnisse des Geigenlackes siehe Artikel „Der musikalische Geigenlack“ in unserem Handbuch Geigenakustik.