Die Entwicklung

Sie befinden sich im Archiv der Website des Meisterateliers für Geigenbau Martin Schleske. Das Archiv enthält frühere (veraltete) Inhalte unserer Website.

Wie war es den großen italienischen Geigenbauern des 17. und frühen 18. Jahrhunderts möglich, derart vollendete Werke zu schaffen? Die Blütezeit des klassischen Geigenbaues war das Ergebnis einer über Generationen hinweg ausgeformten lebendigen Tradition. Diese Tradition zu konservieren hieße, mit ihr zu brechen. Denn ihr Wesen war eine lebendige Entwicklung. Klangliche Verbesserungen wurden beibehalten, Verschlechterungen verworfen. Eine Generation gab ihre Erfahrungen an die nächste weiter - eine Geschichte unermüdlicher Versuche und Irrtümer. So war die Geige, als sie ihre Blüte erreichte, bereits das Ergebnis jahrhundertelanger empirischer Forschung.

Anstelle eines leblosen Traditionalismus stellten sich die wirklichen Meister einer jeden Epoche stets den Herausforderungen ihrer Zeit (Tradition und Innovation). Was sind die Herausforderungen im Geigenbau unserer Zeit? Wo findet heute die Auseinandersetzung zwischen Komposition, Interpretation und Instrumentenbau statt?