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Sie befinden sich im Archiv der Website des Meisterateliers für Geigenbau Martin Schleske. Das Archiv enthält frühere (veraltete) Inhalte unserer Website.

Warum wird das Tonholz des MEISTERATELIERS FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE nicht beim Tonholzhändler eingekauft, sondern i.d.R. selbst geschlagen? Was nach einem romantischen Märchen klingen mag, läßt sich wissenschaftlich belegen: Die akustische Meisterschaft beginnt bereits im Wald. Die Klangunterschiede verschiedener Bäume sind nicht nur beim Schlagen des Stammes deutlich hörbar. Sie lassen sich auch akustisch nachweisen.

„Als ich mit einem Geigenbaukollegen vor einiger Zeit in 1700 Meter Höhe drei Fichtenstämme schlagen konnte, verblüffte uns das verschiedenartige Geräusch beim Hinabstürzen der Stammsegmente im steilen felsigen Bergwald: der eine Stamm stumpf, der andere glockenartig hell und klar. Auch beim Rollen der Stämme über den Schotterziehweg war das laute Rauschen klanglich sehr unterschiedlich gefärbt.“

Anschließende Messungen im Akustiklabor bestätigten diese Erfahrung (Holz- und Lackanalyse). Das faszinierende Ergebnis: Nicht nur die Unterschiede zwischen unmittelbar im Wald benachbarten Stämmen waren immens. Die Holzunterschiede innerhalb ein- und desselben Stammes sind ebenso gravierend. So ist etwa der Elastizitätsmodul stark abhängig von der Höhe des jeweiligen Holzstückes innerhalb des Stammes. Ein Holz, das dem unteren Stammteil entnommen wird, hat völlig andere Schwingungseigenschaften als eines aus dem mittleren Bereich oder der Kronennähe.

Hier kann die Forschung jahrhundertealte empirische Erfahrungen nur bestätigen. Und: Es wird eindrücklich, warum hochqualifizierter Geigenbau nicht beim Holzhändler sondern bereits im Wald beginnt.

Neben dem eigens geschlagenen Holz wird im MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE immer wieder eines der 80 Tonholzstücke verwendet, die im Jahre 1884 in Davos geschlagen wurden. Dieses sehr leichte, glockenartig hell und frei klingende Holz stammt aus dem Nachlaß einer berühmten schweizerischen Geigenbauerfamilie.

Fichtentonholz, das im Jahr 1884 (!) geschlagen wurde und bosnischer Ahorn: Einzelstücke für hochwertigste Konzertinstrumente.