Das Akustische Konzept

Das MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE nimmt weltweit eine Pionierrolle in der Anfertigung klanglicher „Kopien“ individuell vorgegebener Instrumente großer alt-italienischer Meister, wie Antonio Stradivari und Joseph Guarneri del Gesù ein.

Wird Martin Schleske der Auftrag erteilt, ein neues Instrument anzufertigen, das dem Klang eines vorgegebenen Instrumentes möglichst nahe kommen soll, so wird zunächst in etwa dreitägiger Arbeit eine Analyse des vorgegebenen Referenzinstrumentes erstellt (Akustikforschung). Es entsteht der individuelle „akustische Fingerabdruck“ des Referenzinstrumentes. Die so aufgezeichneten Merkmale werden im Werdegang des neu entstehenden Instrumentes kontinuierlich überprüft und in ihrer Akustik an das Referenzinstrument angeglichen. Diese neuartige Methode basiert auf einem vom MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE entwickelten akustischen Verfahren.

Als „bahnbrechend“ oder „revolutionär“ wurde das neuartige Verfahren deshalb bezeichnet, weil es ermöglicht, nicht nur optische, sondern klangliche Kopien zu fertigen. Der Maßstab ist nicht das bloße Aussehen, sondern das individuelle Resonanzprofil des jeweils vorgegebenen Referenzinstrumentes. Auf diese Weise kann ein individuelles Klangkonzept in einer hohen akustischen Übereinstimmung verwirklicht werden. Es geht dabei nicht um ein traditionalistisches Kopieren des Augenscheinlichen, sondern darum, das gegebene Klangkonzept zu begreifen und es in der eigenen Handschrift in das neu entstehende Instrument hinein zu arbeiten.

Aktuelle Modelle aus dem MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE folgen dem Klangkonzept von Antonio Stradivari, Guarneri del Gesù und Domenico Montagnana (Geige); Francesco Gofriller und Domenico Montagnana (Cello), sowie einem eigenen Konzept für Bratsche. Unsere Datenbank mit den „akustischen Fingerabdrücken“ herausragender Referenzinstrumente umfaßt zur Zeit etwa 90 Instrumente. Dieses Informationspool zu Konstruktion, spezifischem Resonanzverhalten und Klang ist für MARTIN SCHLESKE eine wesentliche Quelle der Inspiration bei der Ausprägung seiner eigenen klanglichen Handschrift.

Einige vergleichende Darstellungen (Resonanzprofile, psychoakustische Erregungsmuster, Hörbeispiele etc.) von neu gefertigten Instrumenten aus dem MEISTERATELIER FÜR GEIGENBAU MARTIN SCHLESKE und den ihnen zugrunde liegenden (zumeist altitalienischen) Referenzinstrumenten finden Sie im „Handbuch der Geigenakustik“ unter dem Thema „Klangkopie“. Dort finden Sie unter dem Thema Klangfarbe und Resonanzprofil ferner ein anschauliches Experiment und Hörbeispiel, das die Bedeutung des Resonanzprofils (am Beispiel einer Geige von ‚Guarneri del Gesù‘) für die wahrgenommene Klangfarbe demonstriert. Der wissenschaftlich geneigte Leser sei jedoch zunächst auf das Kapitel „Schallanalyse“ zur Einführung in diese Methoden verwiesen.