Resonanzprofile

Resonanzprofile im Vergleich

Messung des Resonanzprofils einer Antonio Stradivarius. Im Hintergrund: Das Atelier.

Die ehrwürdigen, altitalienischen Instrumente eines Guarneri, Stradivari, Montagnana, Guadagnini, Bergonzi – und wie sie alle heißen – flößen mir immer wieder Respekt ein. Man fühlt sich immer wieder recht klein, angesichts der Aura ihrer reifen Schönheit. Es sind große Vorbilder und – dank eingehender Analysen – auch gegenwärtige Lehrer meiner Arbeit!

Antonio Stradivari: Künstlerische Handschrift des Bodens
Antonio Stradivari: Künstlerische Handschrift der Schnecke

Das nachfolgend abgebildete Diagramm zeigt das Resonanzprofil der Schallabstrahlung der Stradivari 1686 (schwarze Kurve) im Vergleich mit einer Schleske (Op.105) aus dem Jahr 2008 (rote Kurve). Die Resonanzen gleichen den Farbtuben, die ein Maler für seine Werke zur Verfügung hat.

Es handelt sich um eine Pegelmittelung über die Einzelresonanzen in Terzbandbreiten.

Das ungemittelte Resonanzprofil zeigt die Strahlkraft sämtlicher Einzelresonanzen beider Instrumente. Nur dank eines akustisch außergewöhnlich guten Klangholzes gelang es, ein derart tragfähiges Resonanzprofil in ein neues Instrument hineinzuarbeiten. Eine hohe Resonanzstärke ist für ein Solisteninstrument eine unabdingbare klangliche Eigenschaft.

Vergleichsmessung der zeitgenössischen Geige Schleske (Op.105) aus dem Jahr 2008 und einer J.B.Guadagnini (aus dem Jahr 174…), die von einer international renommierten Solistin gespielt wird. Pegelmittelung über die Einzelresonanzen in Terzbandbreiten.