Geigenbaumeister Martin Schleske

Lassen Sie sich durch die Bilder, Texte, Filme und Klänge dieser Website durch mein Atelier führen. 

Sie werden manches Geheimnis über die Kunst des Geigenbaus und die Erforschung des Klanges erfahren. 

Martin Schleske Geigenbaumeister

Als Geigenbaumeister verstehe ich die Geigen, Bratschen und Violoncelli, die in meiner Werkstatt entstehen, als individuelle Klangskulpturen. Der Schaffensprozess, von der Suche des Klangholzes in den Hochlagen der norditalienischen Bergwälder bis zum Auspolieren des letzten Öllackanstrichs, nimmt viele hundert Stunden ein. Doch meine Arbeit als Geigenbaumeister ist erst dann zum Ziel gekommen, wenn das Instrument zur Stimme eines Menschen wird.

Auch wenn ich über Jahrzehnte meine eigene Formensprache entwickelt habe und jedes Instrument meine künstlerische Handschrift trägt, ist das Kunstwerk, das auf meiner Werkbank entsteht, nicht die augenscheinliche Skulptur. Es ist der Klang, der in seiner Kraft, seinem Farbenreichtum und seiner feinen Modulierbarkeit aus gut herausgearbeiteten Resonanzen schöpft. Das Resonanzprofil ist wie eine akustische Farbpalette, die den Musiker mit seinem Instrument klanglich malen lässt.

Der kleine Brandstempel und der Geigenzettel im Innern meiner Instrumente sind Signaturen meines meisterlichen Schaffens. Dass meine Initialen - wie die der italienischen Großmeister Antonio Stradivari oder Joseph Guarneri del Gesu - unter das Kreuz gezeichnet sind, hat seine Bedeutung. Es ist die Ahnung, die auch in jenen Vorbildern lebendig war: Musik ist letztlich in Klang gegossenes Gebet.

Martin Schleske, Geigenbaumeister & Dipl.-Physik-Ing.

Der sogenannte Meisterzettel, der in jede Geige von Martin Schleske geklebt wird.

Portraitfoto oben: © Sr. Teresa Spika, Abtei Venio

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