Die Instrumente meiner Werkstatt

Foto © Janina Laszlo 2019

Jedes Instrument aus meiner Werkstatt ist eine individuelle „Klangskulptur“, ein Unikat, das meine klangliche und künstlerische Handschrift trägt.

Über Jahrzehnte hinweg inspirierte mich an der Werkbank und im akustischen Forschungslabor die altitalienische Geigenbaukunst der drei großen Lehrmeister des 18. Jahrhunderts: Domenico Montagnana, Antonio Stradivari und Joseph Guarneri del Gesu. Eine Vielzahl dieser ehrwürdigen Meisterwerke konnte ich in meiner Werkstatt kennenlernen und in meinem Akustiklabor in ihrem Resonanzprofil erforschen.

In meinen Instrumenten strebe ich danach, die solistische Autorität eines Guarneri del Gesu, die Wärme und Tiefe eines Domenico Montagnana und die Feinheit und Leuchtkraft eines Antonio Stradivari miteinander zu verbinden. So entstehen in unserer Werkstatt Instrumente mit einer klanglichen Handschrift und künstlerischen Formensprache, die es so noch nicht gab.

„Ich hatte mein ganzes Leben mit den berühmtesten Violinen von Stradivari bis Montagnana, Guadagnini und Guarneri zu tun und kenne die als unnachahmlich gepriesenen Geigen bestens! Aber was Sie in einer vollkommenen Harmonie von Handwerk, Wissenschaft und dem künstlerischen Wesen geschaffen haben, ist für mich neu, noch nie da gewesen!“ [Mathias A. Freund, ehem. Vorspieler 1.Violine, Münchner Philharmoniker]

Einige meiner Geigen, Bratschen und Violoncelli bewähren sich seit Jahren in den Händen renommierter Solisten und Konzertmeister als erfolgreiche Konzertinstrumente. Aber auch Orchestermusiker, Lehrer und ambitionierte Liebhaber freuen sich am Klang meiner Instrumente.

 

Das Gegebene und das Gebotene

Eine Geige zu bauen, ist keine Konstruktion, sondern ein Schöpfungsakt. Das Holz hat sein Mitspracherecht im Werdegang. Wenn durch die klangliche Rauigkeit des Hobels der Verlauf der Fasern spürbar wird, dann ist das ein Zwiegespräch mit dem Holz.

Die ganze Kunst besteht darin, dem Faserverlauf gerecht zu werden und zu spüren, welche Resonanzen er erlaubt. Den gegebenen Holzfasern gerecht zu werden und die gebotenen Gesetze der Akustik zu beherzigen - das ist die Kunst des Geigenbaus.

 

Foto © Donata Wenders 2010