Unser Werkstatthaus im Zentrum der historischen Altstadt von Landsberg am Lech steht für die schöpferische Verbindung von Geigenbaukunst und Akustikforschung. Auf vier Stockwerken entstehen hier in feinster Handarbeit unsere Geigen, Bratschen und Violoncelli.


Rundgang
Ein filmischer Rundgang durch die vier Stockwerke unseres Werkstatthauses – vom Maschinenraum bis zum Musikraum. Werkstatt, Labor, Klangräume: ein Blick in die Orte, an denen unsere Instrumente entstehen.


Das zweistöckige Dachgeschoss mit seinem historischen Dachstuhl von 1755 dient uns heute als kleiner Konzertsaal. Sein kapellenartiger Charakter lädt Musiker zum Kennenlernen unserer Instrumente und Gäste zur Stille ein.
Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Ausstellung, die im ersten Obergeschoss in die Werkstatträume mündet. Im zweiten Obergeschoss finden unsere Klangforschung, das Akustiklabor und die Lackierwerkstatt ihren Platz.


Historie
Das Haus mit seinem spätmittelalterlichen Kern gehört zu den ältesten Gebäuden der historischen Altstadt. Über Jahrhunderte war das »Sebastians‑Benefizium« ein Ort des Gebets und des Handwerks. Es lehnt sich an die östliche Stadtmauer und ist mit jeder Epoche weitergewachsen.
956
Zweiräumiger Ursprung
Bau der inneren Stadtmauer
Erweiterung, Bau des 1. Obergeschosses
Gebetshaus der Karmeliten und später der St.-Johannes-Bruderschaft
Osterweiterung an die Stadtmauer
Bau des heute noch erhaltenen Kehlbalkendachs (im Stil des 16. Jh.)
Rokoko-Rahmenstuckdecken – heute die Werkstatträume
Unterkellerung und Werkstatt des Gitterschmiedes Carl Lenz.
Meisteratelier für Geigenbau Martin Schleske
Unser Werkstatthaus am alten Stadtplatz anno 1910
Eine ausführliche historische Beschreibung unseres Werkstatthauses findet sich in: Band 3: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Deutscher Kunstverlag, 1996.
Sanierung
Ein Filmdokument.
Nach Monaten sorgfältiger und mühevoller Sanierung sind wir dankbar, mit unserer Werkstatt an die jahrhundertealte geistliche und handwerkliche Bedeutung dieses Hauses anknüpfen zu dürfen.
Legacy
Die zweijährige Sanierung durch zwölf meisterliche Landsberger Gewerke, die ich verantwortet habe, wurde mit dem Denkmalschutzpreis der Stadt Landsberg gewürdigt und für den Deutschen Lichtdesignpreis nominiert.
Unser Werkstatthaus. Vier Stockwerke meisterlicher Geigenbau.